Der Moment, in dem du den ersten Schritt in die Selbstständigkeit wagst, liegt ein ganz besonderer Zauber inne. Visionen, Hoffnung, Tatendrang, Zweifel und Euphorie wechseln sich im Stundentakt ab. Sollst du es wirklich wagen? Und was ist, wenn das Geld nicht reicht? Wie kommst du überhaupt an Aufträge? Was musst du denn tun, damit du als selbstständiger Designer bekannt wird?
Sichtbar werden als Designer
Niemand kann deine Designs für seine geplanten Projekte buchen, wenn er dich nicht kennt. Das ist klar. Es bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass du vor allem zu Beginn deiner Selbstständigkeit einen Großteil deiner Energie darauf verwenden musst, als Designer bekannt zu werden. Du musst als Designer für potenzielle Auftraggeber sichtbar sein.
Denn du willst von deinen Designs leben und das geht nur, wenn Auftraggeber dich kennen. Und Auftraggeber sitzen nicht nur den ganzen Tag in den Agenturen oder Verlagen fest. Sie sind auch Privatpersonen, die gerne Blogs lesen, auf Instagram surfen, Empfehlungen von Freunden bekommen und sich für schön gemachte Dinge begeistern.
Wie kannst du als Designer bekannt und für deine Kunden sichtbar werden?
Die Zeiten, in denen du nur über die klassischen Wege wie Kaltakquise per Telefon, Initiativbewerbungen, Flyer etc. zu neuen Aufträgen kommen konntest, sind zum Glück vorbei. Auch auf Agenten, die dich in ihrem Portfolio haben und bei Bedarf vermitteln, brauchst du nicht mehr hoffen.
Diese klassischen (Outbound-)Wege kennst du wahrscheinlich. Aber sie sind oft anstrengend, ineffizient oder fühlen sich unangenehm an. Darum lasse ich diesen Teil außen vor und stelle dir ein paar spannende Alternativen vor, die du selber umsetzen kannst – auch ohne großes Budget. Und das Beste ist, dass alle diese Methoden so angelegt sind, dass es der Kunde ist, der zu dir kommt. Und nicht umgekehrt.
10 einfache Tipps, mit denen du als Designer bekannter wirst
Bei allen hier vorgestellten Methoden, zeigst du deinen Auftraggebern mehr über dich, dein Fachwissen und die Expertise, die du in deinem Designgebiet hast. Das macht neugierig und schafft gleichzeitig Vertrauen und bringt dir so neue Anfragen und Kundenkontakte.
![10 einfache Tipps, mit denen du als Designer bekannt wirst Infografik: 10 Tipps, um als Designer bekannt zu werden [Teil 1]](https://achtung-designer.com/wp-content/uploads/2025/05/10-Tipps-um-als-Designer-bekannt-zu-werden-1-819x1024.png)
Tipp # 1 – Dein Blog
Verfasse regelmäßig Artikel in denen du über deine Arbeit und designspezifische Themen berichtest. So ein Corporate Blog ist Gold wert, denn du bekommst neuen Leser und Fans, baust Vertrauen und deine Marke auf und kannst für dich und deine Designs Aufmerksamkeit erzeugen. Ich bin vom Bloggen als Marketingwerkzeug für selbstständige Designer überzeugt und generiere inzwischen fast alle meine Aufträge auf diesen Weg. Ja, es macht viel Arbeit, aber es lohnt sich! Und es ist so viel effektiver, als wenn du deine Energie in Kaltakquise steckst.
Mein Praxistipp: Plane dir feste Blog-Zeiten ein – zum Beispiel zwei Stunden jeden zweiten Donnerstagvormittag. Nutze Tools wie Notion oder Trello für eine Themenliste, damit du nie ohne Idee dastehst.
Tipp # 2 – Blogparaden und Online-Challenges
Mach bei Blogparaden oder Instagram-Challenges mit. Dabei lädt ein Kreativer andere Autoren und Designer dazu ein, ihre Meinungen und Ideen zu einem bestimmtest Thema aufzuschreiben, aufzuzeichnen oder darzustellen. Alle Teilnehmer gewinnen durch den Austausch untereinander, lernen Gleichgesinnte kennen und profitieren von der steigenden Bekanntheit ihrer Websites und Social Media-Accounts.
Mein Praxistipp: Block dir monatlich einen Nachmittag für eine Teilnahme an einer Challenge – egal ob #36daysoftype oder eine Illustration-Challenge auf Threads oder LinkedIn.
![10 einfache Tipps, mit denen du als Designer bekannt wirst Infografik: 10 Tipps, um als Designer bekannt zu werden [Teil 2]](https://achtung-designer.com/wp-content/uploads/2020/11/10-Tipps-um-als-Designer-bekannt-zu-werden-2-819x1024.png)
Tipp # 3 – Gastbeiträge und Interviews auf anderen Seiten
Auch wenn du keinen eigenen Blog hast, so kannst du doch in Gastbeiträgen oder Interviews auf dich und deine Designs aufmerksam machen. In der Regel gibt es unter deinem Gastartikel eine Box, in der die Bloginhaber dich, deine Designs und deine Website vorstellen. Gerade bei großen oder sehr themenbezogenen Blogs kannst du so sehr gut und gezielt deine Zielgruppe erreichen.
Mein Praxistipp: Sammle dir eine kleine Liste mit Blogs oder Podcasts, die du bewunderst, und schreib jeden Monat einen an. Persönlich, kurz, ehrlich – mehr braucht es nicht.
Tipp # 4 – Kommentare und Interaktion
Interaktionen sind immer gut, wenn du besser sichtbar werden willst. Kommentiere die Artikel und Aktionen auf Social Media-Profilen, Blogs, Posts und Websites, die dir gefallen und die gut zu dir passen. Biete auch auf deiner Website die Möglichkeit zu kommentieren oder nutze Gewinnspiele und Aktionen, um mehr Aufmerksamkeit und Reichweite zu bekommen. Kommentiere selbst auf Instagram und Co., gib Tipps und hilf weiter, wenn du kannst. Diese positive Unterstützung zeigt auch, dass du dich super in deinem Designgebiet auskennst und weißt, wovon du sprichst.
Mein Praxistipp: Nimm dir 15 Minuten am Tag, um gezielt mit Inhalten deiner Branche zu interagieren – zum Beispiel nach dem Mittagessen als kleine kreative Pause.
![10 einfache Tipps, mit denen du als Designer bekannt wirst Infografik: 10 Tipps, um als Designer bekannt zu werden [Teil 3]](https://achtung-designer.com/wp-content/uploads/2020/11/10-Tipps-um-als-Designer-bekannt-zu-werden-3-819x1024.png)
Tipp # 5 – Mach dich mit den SEO-Basics vertraut
Ich weiß, dass viele beim Gedanken an SEO (Suchmaschinenoptimierung) das blanke Grauen packt. Oder die komplette Ratlosigkeit. Das muss es aber gar nicht, denn niemand verlangt von dir, dass du gleich alles perfekt machst. Mach dich Schritt für Schritt mit den Basics vertraut und achte bei deiner Website darauf, dass du gut von Google und Co. „gelesen“ werden kann. Die meisten Suchanfragen kommen einfach über Google – die Mühe lohnt sich also.
Mein Praxistipp: Optimiere pro Woche eine Unterseite deiner Website – z. B. Portfolio oder Kontaktseite – für ein Keyword. Tools wie „Ubersuggest“ oder „AnswerThePublic“ helfen dir bei der Keyword-Recherche.
Tipp # 6 – Analysiere deine Website
Weißt du, welche Seite auf deiner Website am häufigsten aufgerufen wird? Oder welche Blog-Themen oft nachgelesen werden? Nein. Solltest du aber. Denn wenn du weißt, was besonders gefragt ist, kannst du deine Website besser und effektiver machen. Mit kostenfreien Tools wie Google Analytics oder Matomo kannst du deine Website einfach analysieren.
Mein Praxistipp: Überprüfe jeden ersten Montag im Monat deine Website-Statistiken – z. B. mit Google Analytics oder Matomo. Frag dich: Welche Inhalte liefen gut? Was könnte besser werden?
Tipp # 7 – Nutze Social Media für dich
Egal ob du dich für Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube entscheidest – du solltest dir eine oder zwei Social Media Kanäle aussuchen und diese gezielt nutzen, um Kontakte zu knüpfen und deine Designs zu zeigen. Willkürliches posten bringt dabei wenig. Überleg dir, welches Ziel du verfolgst und wie du das erreichen kannst. Daran kannst du deine Strategie ausrichten. Wie meine Herangehensweise und meinen Marketing-Fahrplan funktioniert, zeige ich dir in Create your Marketing.
Mein Praxistipp: Entwickle ein einfaches Redaktionsmuster, z. B.: montags Behind the Scenes, mittwochs Design-Tipp, freitags Portfolio-Post. Nutze Tools wie Canva oder Buffer zur Planung.
![10 einfache Tipps, mit denen du als Designer bekannt wirst Infografik: 10 Tipps, um als Designer bekannt zu werden [Teil 4]](https://achtung-designer.com/wp-content/uploads/2020/11/10-Tipps-um-als-Designer-bekannt-zu-werden-4-819x1024.png)
Tipp # 8 – Tritt als Speaker bei Barcamps und Meetups auf
Anders als großen Konferenzen, sind Barcamps und Meetups meist kleiner und persönlicher. Das ist also ein guter Rahmen, um deine Speakerfähigkeiten auszubauen. Du willst gar nicht vor Leuten stehen und theoretische Vorträge halten? Musst du auch gar nicht, denn es gibt noch ganz andere Wege, um dein Wissen zu teilen. Versuch es doch mal mit einem Live-Workshop, bei dem die Teilnehmer direkt mitzeichnen. Das macht riesigen Spaß!
Mein Praxistipp: Geh zunächst einfach als Gast zu einem Barcamp oder Meetup in deiner Stadt. Beobachte, wie andere sich präsentieren und wie die Stimmung ist. Und wenn es dir gefällt, dann melde dich beim nächsten Mal selbst als Speaker an.
Tipp # 9 – Erzähl jedem von deinem Design-Business
Nichts funktioniert so gut wie eine ehrliche Empfehlung. Darum ist es ungeheuer wichtig, dass jeder, wirklich jeder, in deinem Freundes- und Bekanntenkreis weiß, was genau du machst. Also sei nicht schüchtern, sondern erzähle was du machst, warum du es machst und für wen du das machst. Und nein, „die Antonia malt irgendwas im Internet“ reicht nicht als Beschreibung aus. 😉
Mein Praxistipp: Entwickle eine kurze, klare Antwort auf die Frage: „Und was machst du so?“ Beispiel: „Ich helfe Selbstständigen mit individuellem Branding und Webdesign, online professionell sichtbar zu werden.“
Tipp # 10 – Zeig deinen Designprozess
Menschen lieben es zu sehen, wie etwas entsteht. Zeige Skizzen, Zwischenschritte, Moodboards oder A/B-Entwürfe. Das macht deine Arbeit nahbar und nachvollziehbar. Du positionierst dich so als Profi, dem man den kreativen Weg anvertrauen kann. Gleichzeitig bindest du deine Follower aktiv ein und schaffst Verbindung.
Mein Praxistipp: Dokumentiere deinen nächsten Designprozess mit dem Handy. Poste einen Mini-Einblick pro Woche – z. B. als Reel, Karussell oder Story. Tools wie Notion oder Milanote helfen dir beim Sammeln der Inhalte.
Keine Ahnung, wie du deine Kunden nach Referenzen fragen sollst? Dann hol dir den Guide für starke Testimonials und nimm meine Vorlage.

Fazit
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie du als selbstständiger Designer bekannt werden kannst. Und Dank Internet und Social Media brauchst du dich schon lange nicht mehr darauf zu warten, dass Jemand sich auf deine zähe Kaltakquise zurückmeldet. Zum Glück!
Ein weiterer großer Vorteil dieser neuen und smarten Wege ist, dass sie auch dann noch für dich arbeiten, wenn du gerade etwas anders machst. Deine Blogartikel, deine Speaker-Auftritte und deine Aktionen bleiben den Leuten im Kopf. Vielleicht haben Sie deine Designleistungen nicht gebraucht, als du den Artikel geschrieben hast, aber wenn Sie jetzt Hilfe brauchen und über Google suchen, dann finden Sie dich.
Das ist deine Chance ohne großes Budget und ohne Marketingteam, viel für dich und dein Design-Business zu erreichen. Du wirst langsam, aber stetig und vor allem nachhaltig bekannter. Gerade für den Beginn deiner Karriere ist dieser Weg perfekt, weil du so langfristig an deinem Marketing arbeitest. Also nur Mut!
FAQ: Als Designer bekannt werden
Warum ist Sichtbarkeit für Designer wichtig?
Sichtbarkeit ermöglicht es Designern, von potenziellen Auftraggebern gefunden zu werden. Ohne Präsenz in relevanten Kanälen können Aufträge schwerer akquiriert werden.
Wie kann ich als Designer ohne Kaltakquise bekannt werden?
Nutze alternative Marketingmethoden um sichtbar zu werden, wie das Führen eines Blogs, die Teilnahme an Blogparaden oder Instagram-Challenges sowie das Verfassen von Gastbeiträgen. Diese Strategien ermöglichen es dir, deine Expertise zu zeigen und von potenziellen Kunden gefunden zu werden.
Warum ist ein eigener Blog, Podcast oder Vlog (Videoblog) für Designer wichtig?
Ein Blog, Podcast oder Vlog ermöglicht es dir, regelmäßig Inhalte zu teilen, die deine Fachkenntnisse und deinen Stil widerspiegeln. Dies baut Vertrauen auf, steigert deine Sichtbarkeit und zieht interessierte Auftraggeber an.
Wie kann ich durch Gastbeiträge und Interviews sichtbar werden?
Indem du Gastbeiträge schreibst oder Interviews gibst, präsentierst du dich einem neuen Publikum. Dies stärkt deine Autorität in deinem Fachgebiet und führt zu mehr Sichtbarkeit bei potenziellen Kunden.
Welche Rolle spielen Social Media und Online-Challenges für Designer?
Social Media Plattformen und Online-Challenges bieten eine Gelegenheit, deine Arbeiten zu präsentieren, dich mit anderen Kreativen zu vernetzen und deine Reichweite zu erhöhen. Sie sind effektive Werkzeuge, um deine Bekanntheit zu steigern.

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